Wann erhält man schon die Gelegenheit sich von Michelin Sterne oder Viel-Hauben Köchen ein Mehrgang- Menü für spezielle Kochanlässe zusammenzustellen zu lassen?
Damit Sie die Praxistauglichkeit sofort testen können, haben wir uns gedacht, dass wir Ihnen konkrete Kochanlässe vorschlagen. Ob Sie ein erfolgreiches Geschäftsessen oder ein romantisches Dinner zu zweit planen – mit diesem Buch haben Sie die Garantie für Ihren gelungenen kulinarischen Auftritt.

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| Businesslunch.
Wenn sich Geschäftspartner zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammenfinden, ist zu Beginn alles offen. Das symbolisieren auch die Formen der Gläser und des Porzellans. Vor allem in der asiatischen Denkweise wird die offene Form als positives Zeichen gesehen. Für das Gedeck im Indochine wurden bewusst kunsthistorisch bedeutende Entwürfe gewählt. Der Entwurf für das Lobmeyr-Trinkservice stammt von Josef Hoffmann, dem Mitbegründer der Wiener Werkstätte. Dieser Entwurf findet sich in den wichtigsten Designsammlungen der Welt wie dem Museum of Modern Art und der Neuen Galerie in New York oder dem MAK Wien. Josef Hoffmann zeigt dabei, ganz anders als in seinen frühen, sehr geometrischen Entwürfen, unglaubliche Einfühlsamkeit in das Material Glas. Das Porzellan aus der königlichen Berliner Manufaktur nach dem Entwurf der Bauhaus-Künstlerin Trude Petri wurde 1937 auf der Pariser Weltausstellung mit dem Grand Prix ausgezeichnet und sollte mit seinen absatzlosen Tellerformen – sogenannten Coupe-Tellern – die moderne Formgestaltung nachhaltig beeinflussen. Petri orientierte sich dabei an den fahnenlosen Keramiktellern der oberitalienischen Renaissance, daher auch der Name des Services: Urbino. Lobmeyr Trinkservice No. 238, Josef Hoffmann, 1917 |
Familienessen.
Bei einem Essen im Kreise der Familie werden Neuigkeiten oder persönliche Themen besprochen, jedenfalls ist der Rahmen nicht formell. Die Art, die Tafel zu decken, ist sehr frei, oft stimmungsabhängig, jedenfalls eine gute Gelegenheit, um Neues auszuprobieren. Hier, bei Lisl Wagner-Bacher im Landhaus Bacher, wurde der Tisch sehr klassisch gedeckt, die Gäste sollten sich zu Hause fühlen, das gediegene Geschirr aus Familienbesitz verströmt heimelige Atmosphäre. Die Gläser mit dem sparsamen, eleganten Schliff waren in vielen Wiener Palais der Ringstraßenzeit tagtäglich im Einsatz. Nach wie vor vermitteln sie kultiviertes, unaufdringliches Flair. Das Porzellanservice wird noch heute originalgetreu nach einem klassizistischen Entwurf aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert gefertigt und ist handbemalt. Die gewählten Formen berücksichtigen den Ablauf eines intimen Essens, die Speisen werden in Terrinen, Schüsseln und auf Platten zu Tisch gebracht. Es zählt als Zeichen der Zusammengehörigkeit, sich aus einem „Topf“ zu bedienen. Die persönliche Note, wie etwa die hier verwendeten Monogrammservietten, unterstreichen das familiäre Ambiente. Lobmeyr Trinkservice No. 104, geschliffen, Ludwig Lobmeyr, 1870 |




















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